Das ultimative Curly Girl ABC

Lockenpflege Begriffe von A - Z

Dieses Locken ABC enthält sämtliche Begriffserklärungen rund um das Thema Lockenpflege. Du findest kurze Beschreibungen zu Waschtechniken, Stylingtechniken, Accessoires und allgemein gängigen Begriffen zum Thema Lockenpflege von A bis Z. Alternativ findest du hier eine Übersicht sortiert nach Wasch-und Stylingmethoden.

Apple Cider Vinegar (ApfelessigRinse - AVC Rinse:

Ein AVC Rinse ist ein Gemisch aus Apfelessig und gefiltertem Wasser.
Apfelessig wird dafür mit Wasser verdünnt (Verhältnis ca. 1/10), in eine Sprühflasche gefüllt und ausgiebig vor allem auf die Kopfhaut einmassiert. Das klärende Gemisch kann auch in die Längen gegeben werden. Idealerweise sollte biologischer Apfelessig und wenn möglich einer "mit der Mutter" verwendet werden, denn dieser enthält noch wertvolle Nährstoffe. 
Apfelessig ist eine natürliche Produktwaffe für Haare und Haut, da er anti-bakteriell und heilend wirken kann und auch eine klärende Wirkung hat.
Der AVC Rinse ist dafür bekannt, den pH-Wert der Kopfhaut wiederherzustellen, das Haar zu entwirren, bessere Locken-Definition zu geben, die Kopfhaut zu beruhigen & zu klären, Frizz einzudämmen und auch die Haarporosität zu verbessern. 
Er kann vor der eigentlichen Haarwäsche oder auch nach dem Shampoo & vor dem Conditioner/Deep Conditioner in die Kopfhaut und die Längen einmassiert werden. Nach kurzer Einwirkungszeit gut ausspülen und mit der jeweiligen Routine weitermachen. 

Buff: Ein Buff ist ein stretchfähiges Tuch mit zwei offenen Enden, welches zum Schutz der Locken/Wellen benutzt werden kann. Man kann den Buff z.B. nachts über die Haare ziehen und oben verschließen, sodass die Locken/Wellen besser geschützt sind und mehrere Tage halten können.

Build - up: Build-up ist die allmähliche Anhäufung bestimmter Inhaltsstoffe auf dem Haar. Diese Anhäufung kann z.B. durch Silikone, hartes Wasser, schwere und viele Haarpflegemittel entstehen. Build-Up verhält sich wie eine Barriere, die verhindert, dass fortführend pflegende Produkte oder Stylingprodukte eindringen oder zum Wirken kommen können. Indikatoren von viel Build-up sind schuppenähnliche Partikel, herunterhängende, geschwächte, unelastische Locken/Wellen wie auch Juckreiz auf der Kopfhaut. 

Cast: Zum Abschluss der Stylingroutine verwenden viele ein Gel oder Custard für mehr Definition und Halt. Viele Gels/Custards bilden bewusst einen sogenannten Cast, d.h. das Produkt legt sich wie ein harter Mantel um jede definierte Haarsträhne. Die Haare werden während dem Lufttrocknen hart und starr/unbeweglich. Um nach dem Lufttrocknen die gewünschte Definition und das gewünschte Volumen zu bekommen, wird der Cast sobald das Haar vollständig getrocknet ist mit den Händen wieder herausgeknetet (auch SOTC genannt - Scrunch Out The Crunch), bis die Haare wunderschön voluminös und weich sind. Für SOTC werden gerne ein paar wenige Tropfen Öl/Serum/Leave-In Conditioner verwendet.

Clarify - Klären: Hierbei geht es hauptsächlich um das Befreien der Kopfhaut und den Haaren von viel Build-Up. Es gibt spezielle Clarifying Shampoos oder auch Tiefenreinigungsshampoos genannt, die besonders klärend wirken. Diese enthalten stärkere Tenside (dies bedeutet nicht automatisch den Einsatz von Sulfaten). 

Co-Wash: Locken/Wellen mit einer klärenden Spülung waschen anstelle von Shampoo, sog. "Co-Washs". Diese schäumen nicht, sind cremeartig und sehr mild.

Clumping: Einzelne Strähnen klumpen zusammen und formen so breitere Wellen/Locken. Man teilt die Clumps am einfachsten kopfüber mit einem Breitzackenkamm oder einer Lockenbürste ein. Mit Hilfe von Lockengelen werden die einzelnen Strähnen fixiert.

Deep Condition: Hierbei handelt es sich um spezielle  Kuren, die länger im Haar bleiben und das Haar ausgiebig hydrieren (bzw. mit Protein versorgen durch spezielle Protein Deep Conditioner). Der Deep Conditioner (DC) wird in das nasse Haar in die Längen und, wenn gewünscht, in die Kopfhaut einmassiert. Die Kur wirkt 15-30 Min. ein, bestenfalls unter einer Kopfhaube. Falls die Haare leicht beschwert werden, kann DC auch vor dem Shampoo in das Haar gegeben werden und nach der Einwirkungszeit mit Shampoo ausgespült werden. 

Diffusing: Die Haare mit einem Diffuser Aufsatz trocknen.

Dry Detangling: Da deine Haare im trockenen Zustand stabiler als in nassem Zustand sind, kannst du sie auch vor der Haarwäsche ganz sanft, Sektion für Sektion, entwirren. Das bietet sich an, falls deine Haare super stark verknotet sind, was oft der Fall bei hoch porösem Haar ist. Würde man die Haare vor dem Waschen nicht bereits vor-entwirren, könnte es zu vermehrtem Haarbruch beim Wet Detangling (siehe unten) kommen.

Curl Training: Während des Deep Conditionings oder Conditionings kannst du deine Haare twisten und so lassen währenddem das Produkt einwirkt. Das “trainiert” die Haare sozusagen, noch lockiger zu werden.

Denman Brush Methode: Wie Finger Coiling, nur dass man dafür eine spezielle Lockenbürste benutzt. Super eignet sich die Denman Brush. Währenddem die Haare noch nass sind einzelne Strähnen mit der Bürste drehen um so die Haarsträhnen in eine schönere, definiertere Lockenform zu bringen. 

Edge: Damit sind die Haare rund um die Haarlinie gemeint, die sog. "Babyhaare". Häufig werden diese mit "Edge Control" gestylt und fixiert.

Finger Coiling: Währenddem die Haare noch nass sind einzelne Strähnen um die Finger wickeln um so die Haarsträhnen in eine schönere, definiertere Lockenform zu bringen. 

Fluff: Für mehr Volumen benutzt man einen Afrokamm (Pick) oder die Hände und setzt direkt an der Kopfhaut an und “schüttelt” die Ansätze ganz vorsichtig, um die Ansätze etwas anzuheben.

Gelatin Treatment: Hierbei handelt es sich um eine DIY Kur, die aufgrund der enthaltenen Gelatine besonders viel Protein enthält.

LOC™ Methode:
Bei dieser Methode geht es um das Schichten von spezifischen Produkten beim Stylen der Haare in einer spezifischen Reihenfolge, um Feuchtigkeit im Haar zu "versiegeln" (ursprünglich entwickelt von Rochelle Graham).
Wofür steht LOC? 
1. L = Liquid: Das steht für einen wasserbasierten Leave-In Conditioner. Das wird zuerst in das nasse Haar gegeben.
2. O = Oil: Nun wird ein leichtes als zweite Schicht im Haar verteilt.
3. C = Cream: Als letztes wird ein creme-basiertes Stylingprodukt aufgetragen.
Diese Methode soll vor allem vor äußeren Einflüssen schützen, die dem Haar Feuchtigkeit entziehen kann. 

Abwandlung: LOG Methode
Es hat sich eine kleine Abwandlung der Methode entwickelt, bei der sich der 3. Punkt ändert:
3. G = Gel: Als letztes wird ein Gel aufgetragen.

Low-Poo:  Ein leicht schäumendes Shampoo mit milden Tensiden (etwas stärker als Cowash und No Poo). Enthält keine Silikone, Sulfate oder Parabene.

Micro-Plopping: Mit einem T-Shirt oder Mikrofasertuch vorsichtig überschüssiges Wasser oder überschüssiges Produkt aus den Haaren drücken.

No-Poo: Kommt aus dem Englischen und ist eine Methode, in welcher kein Shampoo (No Shampoo) benutzt wird. Häufig wird stattdessen Co-Wash benutzt.

Pineapple: Die Haare am obersten Punkt zusammenbinden/hochstecken zu einem Dutt um die Locken/Wellen zu schützen (vor allem bei Nacht sehr hilfreich).

Plopping: Eine Technik, die Haare nach dem Stylen in ein T-Shirt oder ein spezielles Mikrofasertuch hochzubinden, um die Form der Wellen/Locken beim Trocknen zu verstärken.

Pixie Diffusing: Hierbei handelt es sich um eine spezielle Föhn-Methode. Das Haar kopfüber getrocknet, normalerweise auf hoher Stufe und mit warmer Luft. 
Das Haar wird in Sektionen getrocknet und der Föhn, sobald die jeweilige Sektion trocken ist, sofort ausgeschalten. Es wird demnach eine Haarsektion in den Diffuser gelegt, Richtung Kopfhaut gebracht, der Föhn angemacht und sobald die Sektion fertig ist direkt wieder ausgeschalten und die nächste Sektion nach dem selben Konzept getrocknet. So soll vor allem Frizz vermieden werden.

Porosity/Porosität: Porosität sagt aus, wie gut das Haar Feuchtigkeit aufnehmen und speichern kann.

Praying Hands: Eine beliebte Stylingmethode. Mit dem Stylingprodukt auf beiden Händen verteilt fährt man mit den Handflächen zueinander zeigend (wie eine zum Gebet flach gefaltete Hand) entlang der Haarsträhnen von oben nach unten, um so das Produkt intensiv ins Haar einzuarbeiten. Daraufhin vorsichtig das Haar nach oben kneten. Diese Methode soll Frizz entgegenwirken.

Pre-Poo: Vor dem Waschen ein Öl oder einen (Deep) Conditioner auftragen und einwirken lassen. 

Raking Methode: Hier wird das jeweilige Produkt durch die Haare gekämmt - aber nicht mit einem Kamm/einer Bürste, sondern mit den Fingerspitzen. 

Rake & Shake: Hier wird das jeweilige Produkt mit den Fingern durch die Haare gekämmt und anschließend die Haarsträhnen "geschüttelt" um die Lockenformation zu unterstützen. 

Root Clipping: Haarklipps werden direkt am Ansatz benutzt um so die Ansätze während dem Lufttrocknen angehoben zu halten. Mit dieser Technik kann man mehr Volumen an den Ansätzen kreieren.

Scrunching: Das ist die aller gängigste Stylingmethode für welliges oder lockiges Haar. Du knetest deine Haare mit den Händen noch oben, um deine Wellen/Locken zu formen. Je öfter und kräftiger du knetest, desto definierter und lockiger werde deine Haare. Wenn du z.B. nur voluminöse Beach Waves möchtest, würdest du nur ganz leicht scrunchen (kneten).

SOTC - Scrunch Out The Scrunch: Bei vollständig trockenem Zustand der Haare wird der Crunch des Casts wieder herausgeknetet, solange, bis sich die Haare wieder ganz weich anfühlen und die Haare an Volumen gewonnen haben. Das kann entweder mit den Händen, einem weichen Tuch oder T-shirt gemacht werden. Hierfür kann auch ein wenig Öl/Serum verwendet werden.

Smasters: Sobald die Haare ca. 50% trocken sind knetet man nochmals ein wenig Stylingprodukt in die Haare. Bei manchen stärkt diese Methode den Halt.

Shingling Methode: Diese Methode richtet sich vor allem an Haartexturen im 4er Bereich um sehr definierte Locken zu erreichen. Das (trockene) Haar wird in mehrere Sektionen aufgeteilt und Leave-In Conditioner, Gel oder Cream großzügig in die Sektionen eingearbeitet. Dabei wird das Produkt bei jeder Haarsträhne von der Wurzel bis zum Ende nach unten entlang der Haarsträhne gestrichen. 

Squish to Condish: Diese Methode hilft dabei, das Haar ausgiebig zu hydrieren und hilft bei der Lockenformation. Wenn das Haar mit Conditioner bedeckt ist, wird dieser nicht mit fließendem Wasser komplett wieder ausgespült sondern nach und nach mit Wasser aus dem Haar gedrückt. Es wird mit den Handflächen eine Art "Schale" gebildet und etwas Wasser darin gesammelt. Mit diesem Wasser wird kopfüber das mit Conditioner bedeckte Haar nach oben geknetet und der hydrierende Effekt des Conditioners so nochmal besser in das Haar eingearbeitet, Sektion für Sektion. Dieser Vorgang wird 2-3x wiederholt. Am Ende sollte das Conditioner-Wasser Gemisch weitestgehend auf das Haar verteilt bzw. eingezogen sein und man geht zum stylen über, z.B. kann man dann gleich das Gel einkneten.

Wet Detangling: Wet Detangling heißt, dass die Haare in nassem Zustand (idealerweise mit Slip-gebendem Conditioner) entwirrt werden. Das kannst du entweder mit deinen Fingern, einem Breitzacken Kamm oder einer lockenfreundlichen Bürste tun. Die Haare sind in nassem Zustand jedoch am anfälligsten und brechen am einfachsten. Löse deshalb erst ganz vorsichtig die Knoten an den Spitzen und arbeite dich mit Feingefühl zum Ansatz nach oben.

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