Haarporosität - hilfreiche Pflegetipps für Deine Wellen und Locken

1. Was bedeutet Porosität eigentlich?

2. Wie finde ich meine Porosität heraus? (Quiz zur Porosität)

3. Warum ist Porosität wichtig?

4. Niedrig poröses Haar: Die richtige Pflege

5. Hoch-poröses Haar: Die richtige Pflege 

 

Die richtige Lockenpflege für sich zu finden scheint wie eine Wissenschaft für sich. Immerhin gibt es einige unterschiedliche Faktoren, die man berücksichtigen kann: die Dichte, Dicke und der Lockentyp sind wohl die gängigsten. Wer bereits von Porosität gehört hat, weiß aber vielleicht bereits, dass viele Experten dieser Eigenschaft noch vor allen anderen die höchste Wichtigkeit zuschreiben.

Und tatsächlich - Die Porosität zu kennen kann eine kleine Welt für unsere Wellen und Locken verändern. Diese Erfahrung durften wir glücklicherweise selbst machen! Ehrlich gesagt hatten wir uns sogar selbst vor ein paar Jahren eine ganze Weile falsch eingestuft - ich ging davon aus, niedrig poröses Haar zu haben während Krisy der Annahme unterlag, zu den hoch Porösen zu gehören. Heute wissen wir aber, dass ich (wellige, dünne Haare) hoch poröses Haar habe, während Krisy (dickere Korkenzieherlocken) mittel-poröses Haar hat. Warum ist uns diese ursprünglich falsche Einordnung passiert? Ich denke, da wir wie so viele automatisch davon ausgingen, dass Haarstrukturen im 4er Bereich immer hoch poröses Haar haben, währenddem geradere Locken/Wellenstrukturen niedriger poröses Haar haben -  dabei ist es ja sehr oft (aber nicht immer!) gerade umgekehrt.

Da es bei der Locken - und Wellenpflege wirklich einen gewaltigen Unterschied machen kann Deine Haare der richtigen Porosität zuzuordnen, wollen wir Dir mit diesem Beitrag helfen, herauszufinden, welche Porosität Du hast und wie Du Deine Pflegeroutine darauf anpassen kannst.

1. Was bedeutet Porosität eigentlich?

Porosität sagt aus, wie gut Dein Haar Feuchtigkeit aufnehmen und speichern kann. Porosität ist praktisch die Größe der Lücken im Haar, durch die sich Wasser und andere Stoffe bewegen können - aber auch wie schnell Feuchtigkeit sich durch das Haar bewegt. Bei niedrig porösem Haar steht die Schuppenschicht (Cuticula) fest zusammen (die Lücken sind kleiner) weshalb Feuchtigkeit schwerer aufgenommen werden kann. Bei hoch porösem Haar ist es genau umgekehrt, die Schuppenschicht steht weiter auseinander (größere Lücken), durch die mehr Feuchtigkeit ins und aus dem Haar dringen kann.

Alle Haare sind gewissermaßen porös- nur unterscheidet man zwischen niedrig-, mittel- und hoch porösem Haar. Obwohl die Porosität vor allem genetisch bedingt ist, trifft letzteres aber vor allem auch auf kaputte, sehr splissige und chemisch behandelte Haare zu. Haare können also generell durch äußere Faktoren wie Chemie, Hitze oder Chlor poröser werden. Auch ist es ganz natürlich, dass unterschiedliche Porositäten bei einer Person auftreten, denn älteres Haar (Spitzen) ist natürlicherweise poröser als neues Haar (Ansatz).

2. Wie finde ich meine Porosität heraus?

Es gibt einige Tests um den Grad der Porosität herauszufinden, wie z.B. den Wasserglastest. Wir raten von diesem Test jedoch ab, da er meistens zu sehr “beliebigen” Ergebnissen führt. Was funktionieren kann sind folgende Fragen, die sich jeder aufgrund von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen stellen kann, um dem Ergebnis einen Schritt näher zu kommen. Allerdings sind auch das nur Indizien.

Falls Du nicht extra mit Stift und Papier durch die Fragen gehen willst, haben wir Dir einen ziemlich coolen Test angefertigt, mit dem wir Dir eine Hilfestellung geben wollen, Deine Porosität herauszufinden. 
Wenn Du beim ersten Testdurchlauf einige Fragen noch unsicher oder evtl. gar nicht klar beantworten kannst, nimm Dir ruhig mehrere Wochen Zeit, um Dein Haar genau zu beobachten und mache dann das Quiz erneut!

Wenn Du nun gleich das Quiz machst: Vergiss trotzdem nicht das Fazit am Ende des Blog-Beitrags zu lesen - es ist wichtig:)

 

Quiz zur Porosität

 

Du kannst alternativ zu unserem Test natürlich auch selbst durch einige der Fragen gehen und sie Dir mit einem Stift bewaffnet nacheinander beantworten. Wenn Du das Quiz lieber machen möchtest, überspringe diesen Teil einfach.

  • Nimm eine Strähne zwischen Deine Finger und fahre von unten nach oben in Richtung Kopfhaut.
    ⁠Fühlt sie sich glatt an? Eher niedrig⁠ porös.
    Fühlt sie sich etwas uneben an? Eher porös.

  • Sind Deine Wellen/Locken ziemlich stabil, (reiß)-fest, dick (coarse)? Eher niedrig⁠ porös.
    Oder eher dünn, einfach zu manipulieren, instabiler oder neigen zu Spliss? Eher hoch porös (Poröses Haar ist oftmals eher dünner, da 1-2 Haarschichten fehlen, was die Porosität verursacht.).
    -Achtung: Das ist nur eine Tendenz, denn es gibt durchaus Ausnahmen. Niedrig poröses Haar kann nämlich auch dünn sein, genauso wie hoch poröses Haar auch dick sein kann.-

  • Brauchen Deine Wellen/Locken sehr lange, um zu trocknen, im Vergleich zu jemandem mit ähnlicher Haardichte? Eher niedrig porös.
    Trocknen Deine Haare schnell? Eher hoch porös.

  • Sind Deine Wellen/Locken stumpf und verknoten sich sehr leicht? Zum Entwirren brauchst Du sehr viel Conditioner? Eher porös

  • Hast Du schnell Produkt Build up? Eher niedrig porös.

  • Produkte hinterlassen weiße Ablagerungen auf dem Haar, da nicht alles davon vollständig einziehen kann? Eher niedrig porös.

  • Bevorzugst Du leichte, flüssigere, wasserbasierte Cremes oder Leave Ins (die einfach ins Haar einziehen) als Stylingprodukt? Eher niedrig porös

  • Bevorzugst Du dickflüssigere, "klebrigere" Stylingprodukte, die viel Halt geben? Eher hoch porös
  • Sind Deine Wellen/Locken chemisch behandelt oder von Chlor/Hitze beschädigt? Eher hoch porös.

  • Braucht Dein Haar viel Protein um gesund auszusehen? Eher hoch porös
    Weniger Protein (mehr Feuchtigkeit) oder sogar Protein-empfindlich? Eher niedrig porös

Wenn Du nun keine Fragen mit einem klaren Ja oder Nein beantworten konntest weil Du das Gefühl hast, immer in der Mitte zu sein, dann kann es gut sein, dass Du mittel-poröses Haar hast. Nimm Dir aber auch gerne mehrere Wochen Zeit, um Dein Haar genau zu beobachten! 

Genauso wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass man sich bei der Porositätsfrage sinnbildlich in einer Skala einstufen sollte. Das heißt, dass man an absolut jedem Punkt auf dieser Skala stehen kann und es sehr viele Zwischeneinstufungen gibt. Du könntest z.B. im niedrig-porösen Bereich liegen- innerhalb diesem aber eher zur normaleren Ausprägung oder zur extrem niedrig porösen Ausprägung gehören.

Eine ganz genaue Aussage zum Porosität Zustand Deiner Wellen/Locken könnte letztlich nur eine wissenschaftliche Analyse zeigen, deshalb mach Dich nicht verrückt, wenn Du nach den Tests immer noch etwas im Dunkeln tappst :) Bei Porosität neigt man zudem schnell dazu, sich auf die Extremen zu fokussieren, dabei ist eine einseitige Pflege auch hier nicht perfekt.

3. Warum ist Porosität wichtig?

Im Allgemeinen nehmen niedrig-poröse Haare Feuchtigkeit nur schwer auf und brauchen länger um trocken zu werden (da das Wasser langsamer entweicht). Poröse Haare nehmen Feuchtigkeit einfacher auf, verlieren diese aber auch genauso schnell wieder (wegen der fehlenden Cuticula) und trocknen deshalb schneller, aber leider auch schneller aus!
Mittel-poröses Haar ist am einfachsten zu handhaben und muss vergleichsweise nicht so kritisch auf die richtige Pflege achten, weshalb wir uns nun auf niedrig-und hoch poröses Haar konzentrieren, da bei diesen Gruppen die richtige Pflege wirklich entscheidend ist. 

Wie pflegt man nun niedrig bzw. hoch-poröses Haar am Besten? 


Lasst uns zuerst auf niedrig-poröses Haar eingehen. All diejenigen, die sich als  hoch-porös eingestuft haben, können natürlich auch gleich zum 5. Punkt übergehen :)

4. Niedrig poröses Haar: Die richtige Pflege

Wie oben bereits erwähnt, steht die Schuppenschicht sehr eng zusammen bei niedrig porösem Haar. Es braucht also länger, um mit Wasser und natürlichen Ölen gesättigt zu werden; Produkte ziehen langsamer ein. Bei extrem niedrig porösem Haar sitzen Produkte sogar oft als weiße Ablagerung auf dem Haar bevor sie entweder gar nicht oder erst nach langer Wartezeit endlich absorbiert werden. Niedrig poröses Haar benötigt also Produkte, die Feuchtigkeit an das Haar binden und halten. Deshalb zur alles entscheidenden Frage:

Wie bekommt man Feuchtigkeit in niedrig poröses Haar?

  • Proteine und Feuchtigkeit: Geringe Porosität sollte sich mehr auf Feuchtigkeit als auf Protein konzentrieren, denn die Haare haben bereits einen höheren Proteingehalt als hoch-poröses Haar.  Dünnes niedrig-poröses Haar verträgt jedoch mehr Protein (ca. wöchentlich) als dickes niedrig poröses Haar. Sehr dickes niedrig poröses Haar sollte Proteine sogar nur sehr selten benutzen (1-2 x/Monat) und vorwiegend Feuchtigkeit zuführen, da die Haare ansonsten trocken und stumpf werden können (vor allem bei 4C Haaren).

  • Bei niedrig porösem Haar kann sich mehr Feuchtigkeit auf dem Haar ansammeln nach dem Waschen, da das Haar nur soviel Wasser absorbiert, wie es benötigt. Der Rest bleibt dann praktisch auf der Oberfläche sitzen (erkennbar z.B. an Wassertropfen auf dem Haar).
    Einfach das überschüssige Wasser vor der Stylingroutine mit einem Tuch entfernen, sodass das Haar nicht mehr triefend nass ist. Beim Stylen die Haare dann einfach nochmal mit einer Sprühflasche mit Wasser befeuchten, sodass dann die gewünschte Menge an Wasser im Haar ist, denn Wasser ist trotzdem die Grundlage beim Stylen von niedrig porösen Haaren.

  • Deep Conditioning: Benutze Deep Conditioner mit feuchtigkeitsspendenden Mitteln wie z.B. Aloe Vera oder Honig um Deine Haare zwischendurch mal ausgiebig zu hydrieren. Dabei eine Wärmekappe zu benutzen ist sehr empfehlenswert, da die Wärme die Cuticula öffnet, was das pflegende Produkt besser einziehen lässt.

  • Die richtigen Zutaten: Vorsicht mit zu schweren Stylingprodukten, Shampoos oder Conditioner, die zu schwere Butter oder Öle beinhalten (z.B. Casteröl (Rizinusöl), Olivenöl, Shea Butter oder Tucuma Butter). Auch sowas kann sich leicht auf dem Haar ansammeln und wegen der zu dicken Konsistenz einfach nicht richtig ins Haar einziehen. Deshalb kommt es bei niedriger Porosität stark auf die Konsistenz und dementsprechend richtigen Inhaltsstoffe an. Leichtere Pflege - und Stylingprodukte auf flüssiger, wasserbasierter Basis (dünne Konsistenzen) wie z.B. Haarmilch/Cremes sind mehr zu empfehlen, da sie nicht auf dem Haar sitzen und es ölig und fettig hinterlassen. Als erste oder zweite Zutat sollte deshalb immer Wasser oder auch Aloe Vera stehen. Von sehr schweren oder auch "klebrigeren" Produkten die aufgrund ihrer dicken Konsistenz nicht einziehen können sollten eher abgesehen werden. Schaut deshalb generell nach feuchtigkeitsspendenden Zutaten wie Glycerin, Honig, Aloe Vera,... Diese Inhaltsstoffe können besser von niedrig porösem Haar absorbiert werden, vor allem, wenn man die Haare davor etwas erwärmt und befeuchtet hat, was die Cuticula/Schuppenschicht öffnet.

  • Auf die richtigen Öle achten: Die Verwendung von ungeeigneten Ölen können zu Ablagerungen führen, da sie auf dem Haar sitzen bleiben. Die geeignetsten Öle sind leicht und beschweren nicht, haben die Eigenschaft, sehr tief einzuziehen, fördern das Haarwachstum und spenden Nährstoffe. Deshalb ist das beliebteste Öl bei den niedrig Porösen wohl süßes Mandelöl, da es praktisch all diese Eigenschaften vereint. Argan oil, Jojobaöl, Baobaböl, Traubenkernöl, Sonnenblumenkernöl, Granatapfelöl, Aprikosenöl, Sesamsaatöl, Hagebuttenöl, Distelöl oder Avocadoöl sind aber auch sehr gut geeignet. Casteröl, Hanfsamenöl oder auch Olivenöl könnten unverdünnt bereits zu schwere Öle sein. Diese entweder vermeiden oder in Mischung/verdünnt mit anderen Ölen verwenden. Auch Kokosnussöl kann für manche ungeeignet sein, da es zusätzlich zu seiner tief-penetrierenden Wirkung wie ein Protein fungiert (aufgepasst bei "Protein-Empfindlichen"). 
    • Build-up --> Clarifying: Niedrig - poröses Haar ist anfälliger für Build-up, da es weniger negative Ladungen hat, um Conditioner zu absorbieren. Deshalb ist es wichtig, häufiger klärende Shampoos benutzen, sodass der gesamte Build-up herunterkommt und sich nicht auf dem Haar absetzt.

      • Die richtigen Butter/Weichmacher benutzen: Dafür eigenen sich leichtere Butter wie z.B. Mangobutter, Murumurubutter oder Avocadobutter besser als schwere Butter wie z.B. Sheabutter. Reichhaltigere Buttern können auch gut in geringeren Dosen oder mit etwas Wasser verdünnt benutzt werden und tun z.B. in Form von pflegenden Conditionern natürlich hin und wieder auch sehr gut.
      • PH-Wert: Produkte, die einen niedrigeren pH-Wert haben, sind säurehaltiger, wodurch sich die Cuticula schließt. Da wir aber bei gering porösem Haar eine Öffnung der Cuticula anstreben, ist es ratsamer, Conditioner mit ausgeglichenem pH-Wert von 7 zu benutzen. Da der pH-Wert alkalischer ist als der des Haares ( der zwischen 4,5-5,5 pH-Wert liegt), lockert und hebt sich die Schuppenschicht an, sodass die Feuchtigkeit durchgelassen wird.

      • LOC MethodeLeave-in (Liquid) - Oil - Creme ist die geheime Reihenfolge der meisten Niedrig-Porösen. Nach dem Waschen das Haar in ein Mikrofaserhandtuch wickeln, um das überschüssige Wasser zu entfernen. Danach das Haar mit einer Sprühflasche ausreichend befeuchten und sektionieren. Je nach Haardicke und Dichte mehr oder weniger Öl auftragen (wie oben beschrieben z.B. süßes Mandelöl); anschließend Leave-in Conditioner und bei Bedarf noch mit einem Gel/Custard Styler abschließen.

      5. Hoch-poröses Haar: Die richtige Pflege 

      Wie bleibt die Feuchtigkeit in hoch-porösem Haar?

      • Poröses Haar hat oft mit einer “aufgeschwollenen” inneren Haarschicht zu kämpfen, da das Wasser bis ganz nach innen vordringt. Deshalb können Pre-poo Öl Kuren helfen. Öle hydrieren nicht wie viele denken, sondern machen das Haar wasserabweisender und reduzieren somit die Porosität (Grund: weniger “aufgeblähte” Haare sind das Resultat und dadurch weniger abfallende Cuticulaschichten, was zu geringerer Porosität führt). Somit gelangt weniger Wasser ins und aus dem Haar = das Haar bleibt hydrierter. Kokosnussöl ist dafür am besten geeignet, aber auch Babassuöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl etc. Schwächere Öle wie Avocado, Jojoba oder Arganöl können bei dünnem Haar gut funktionieren.

      • Feuchtigkeitsverlust vorbeugen: Produkte mit Inhaltsstoffen wie Proteine, Leinsamen oder Honig zum Schluss verwenden, um die Haaroberfläche zu “verschließen” und das Entweichen der Feuchtigkeit an die Luft zu verhindern. Öle sind dafür auch möglich (bei dünnen Haaren reicht äußerst wenig und es ist immer individuell zu betrachten, ob Öle Deinen Haaren gut tun oder das Haar zu fettig hinterlassen).
         

      • Proteine priorisieren: Hohe Porosität sollte sich sowohl auf Feuchtigkeit als auch auf Protein konzentrieren, denn der Proteinmangel des Haares macht es dem Haar schwer, Feuchtigkeit zu halten und trocknen deshalb einfach aus. Mehr Proteine binden Wasser. Neben Feuchtigkeit sind Protein Behandlungen (1 x/Woche) der beste Helfer!!

      • Regelmäßig Deep Conditioner benutzen für mehr Elastizität und Weichheit.

      • Das richtige Öl: Eines der besten Öle für hochporöses Haar ist Jojobaöl, da es den Ölen, die die Kopfhaut natürlich produziert, am nächsten kommt. Die farblosen Öle mit ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 haben große Moleküle, die gut mit den Lücken in der Schuppenschicht arbeiten, wie Baumwollsamenöl, Avocadoöl und Primelöl. Jamaican Black Castoröl, Olivenöl und Hanfsamenöl können als Füller der Keratinlücken fungieren. 


      • PH-Balance: Bei porösem Haar ist es umso wichtiger, eine gute PH-Balance von 4.5/5.5 zu bewahren um die Cuticula geschlossener zu halten. Man könnte z.B. gelegentlich etwas von einem DIY Apfelessigspray oder Aloe Vera Spray nach der Haarwäsche ins Haar sprühen oder spezielle PH-neutralisierende Sprays (von denen Ihr bestimmt auch mal eins in der Box findet ;)).

      • Oft genug die Spitzen schneiden, denn diese sind am porösesten, je länger die Haare werden.


      6. Fazit

      Es ist von großem Vorteil, seine Porosität zu kennen, denn damit kann man einfach viel gezielter Ausschau nach Produkten mit den richtigen Zutaten halten und Konsistenzen besser einschätzen. Gleichzeitig geht es bei Porosität und allen Produkten, die jeweils zum Einsatz kommen, aber auch um die richtige Dosis und Anwendung. Man sagt manchmal zu voreilig "Ich kann keine Öle, Deep Conditioner oder Proteine verwenden". Aber manchmal liegt das Problem nicht ausschließlich an der Zutat, sondern an der Dosis, Ausgewogenheit oder an der Reihenfolge. Niedrig poröses Haar benötigt in den meisten Fällen auch Conditioner und Öle, nur häufig in geringeren oder verdünnten Dosen, da das Haar einfach weniger aufnimmt und der Rest sich als Build - up ansammeln würde. 
      - Nicht eine Methode wird allen gerecht werden. -
      Manchmal macht es Sinn, Produkte in Wasser verdünnt, vor dem Waschen oder den Conditioner vor dem Shampoo anstatt danach zu benutzen.
      No curly hair regime fits all!

      Manchmal vergisst man vor lauter Regeln einzuhalten, seine eigenen Regeln aufzustellen. Und genau das muss man tun, wenn man seine Haare auf sich angepasst pflegen möchte um das bestmögliche Resultat zu erreichen - dabei geht es dann viel mehr darum, den eigenen Beobachtungen zu folgen und nach Gefühl zu handeln. Wie fühlt sich dieses Produkt mit dieser Zutat und dieser Anwendung an? Liefert es mir nach der Mühe das erhoffte Ergebnis, also schöne, gesunde Wellen/Locken? Oder sollte ich nach vielen wiederholten Fehlschlägen lieber nicht an diesem Produkt festhalten, sondern mit Neuem experimentieren? Dieses Gefühl zu entwicklen ist vor allem bei der Handhabung mit Feuchtigkeit und Proteinen wichtig, sodass jeder sein persönliches Gleichgewicht dafür finden kann, denn jeder braucht beides, nur in unterschiedlicher Proportion. Sogar extrem niedrig Poröse, die empfindlich auf zu viel Proteine reagieren, kommen nicht um die gelegentliche Reiswasser Behandlung herum -  auch wenn es in Ihrem Fall dann nur 1 x im Monat ist. Jedes Haar ist individuell. Folgt nicht einfach Methoden, die bei anderen funktionieren, lasst euch davon inspirieren und dann passt alles auf eure Bedürfnisse an - auch wenn Ihr das 1x1 der Produktanwendung einfach ein wenig neu erfindet, sodass es zu euch passt :) 

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